Mönchsgrasmücke – Vogel des Monats April
Die Mönchsgrasmücke kehrt im April aus ihren Überwinterungsgebieten zu uns zurück. Sie ist damit die erste Grasmücke, die wieder in ihrem Brutgebiet eintrifft. Sie hat den kürzesten Weg, denn sie verbringt den Winter im Mittelmeerraum. Unsere anderen heimischen Grasmücken wie Klappergrasmücke, Gartengrasmücke und Dorngrasmücke überwintern in Afrika, meistens südlich der Sahara und benötigen entsprechend länger für den Frühjahrszug.
Das Männchen ist grau gefärbt und trägt eine schwarze Kappe, daher leitet sich auch der Name ab, denn die Kappe erinnert an die Tonsur der Mönche. Das Weibchen und auch die Jungvögel sind ebenfalls grau-braun und tragen eine kastanienbraune Kappe. Die Vögel sind ca. 15cm groß und wiegen ca. 20 g. Sie leben in Mischwäldern, Gärten, Parks und Streuobstwiesen und hier brüten sie auch und ziehen ihre vier bis fünf Jungen groß. Es erfolgt nur eine Brut pro Saison. Während der Brutzeit ernähren sie sich hauptsächlich von Fluginsekten und Spinnentieren. Danach lieben sie auch Beeren und Früchte. Das Männchen kündet seine Ankunft mit klarer, metallisch klingender Stimme, sein Lied erklingt unverwechselbar aus Bäumen und Sträuchern. Das Weibchen meldet sich meistens mit dem typischen „täck“, bei Erregung auch „täck-täck-täck“. Das Nest wird dicht über dem Boden in Sträuchern oder hohem Gras gebaut und ist somit anfällig gegen Räuber wie freilaufende Katzen, Waschbären und andere Säugetiere. Trotzdem ist die Mönchsgrasmücke ungefährdet und verzeichnet sogar zunehmende Populationen. Sie ist in Mitteleuropa die häufigste Grasmückenart.
In einem Dorf wie Geiss-Nidda mit seinen vielen Hausgärten, den Streuobstwiesen und Hecken zwischen Grasland und Äckern ist die Mönchsgrasmücke ein häufig und gern gesehener und gehörter Singvogel, der das Frühjahr verkündet und mit seinem munteren Gesang den Tag verschönert.
